Versicherungen beim Hausbau: Baufertigstellungsversicherung

Die Baufertigstellungsversicherung wird zumeist vom ausführenden Bauunternehmer abgeschlossen. Sie schützt Bauherren im Falle des Konkurses des Bauunternehmers vor zusätzlichen Kosten. Als Bauherr sollte man also vor Vertragsabschluss darauf achten, dass eine solche Versicherung bei beauftragten Bauunternehmer mit eingeschlossen ist.

Wer den Neubau eines Eigenheims plant, der muss auf viele Dinge achten. Auch die Wahl des richtigen Bauunternehmers ist eine wichtige Entscheidung. Trotz sorgfältiger Prüfung kann es immer mal wieder passieren, dass Bauunternehmer während der Bauphase Konkurs gehen. Die Bauarbeiten am eigenen Haus werden dann eingestellt, die Kosten für die Baufinanzierung laufen jedoch weiter. Jede Verzögerung zieht außerdem Folgekosten durch längere Mietzahlungen nach sich. Wer dann in Eile einen neuen Bauunternehmer sucht, der handelt sich damit auch häufig höhere Baukosten ein. Im schlimmsten Fall zahlt man Bauleistungen doppelt.

Gegen dieses Risiko schützt Bauherren die Baufertigstellungsversicherung. Sie wird in der Regel vom ausführenden Bauunternehmen abgeschlossen und sollte mit in den Vertrag aufgenommen werden. Die Versicherung besteht in der Regel aus zwei Teilen, aus der Ausführungsbürgschaft, die den Bauherren während der Bauphase vor Mehrkosten durch Konkurs oder Zahlungsunfähigkeit des Bauunternehmens schützt, und aus der Gewährleistungsbürgschaft, die für Gewährleistungsschäden nach Fertigstellung eintritt. Beide Teile können auch einzeln abgeschlossen werden, werden in Kombination jedoch auch als Vertragserfüllungsbürgschaft bezeichnet.

Wird die Baufertigstellungsversicherung vom Bauunternehmen nicht als Vertragsbestandteil angeboten, so kann dies auch bedeuten, dass das Unternehmen von der Versicherung als risikobehaftet angesehen wird. Bauherren sollten in diesem Fall genau überlegen, ob sie dieses Unternehmen mit dem Hausbau beauftragen. Wir empfehlen, beim Bauunternehmen die Baufertigstellungsversicherung explizit nachzufragen und sich die enthaltenen Leistungen vor Vertragsabschluss nachweisen zu lassen. Wie bei allen Versicherungen gibt es auch hier Unterschiede bei den abgesicherten Risiken.

Im Ausnahmefall kann der Bauherr die Baufertigstellungsversicherung auch selbst abschließen. Die Deckungssumme einer solchen Versicherung beträgt in der Regel ca. 20 Prozent der Bausumme ab. Die Versicherung tritt dabei mit Beginn der Bauphase in Kraft und endet, bei Abschluss einer Gewährleistungsbürgschaft, meist sechs Monate nach Fertigstellung und Einzug des Bauherren. Die Kosten für die Baufertigstellungsversicherung richten sich dabei nach der Höhe der Bausumme. Schließt das Bauunternehmen die Versicherung ab, so sind die Kosten meist bereits im vereinbarten Festpreis enthalten und sichern die Baufinanzierung ab.


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