Überbelegung von Wohnraum nimmt zu

Der Wohnraum in Deutschland wird immer mehr überbelegt. Insbesondere Menschen mit geringem Einkommen müssen häufig in beengten Verhältnissen leben. Das Statistische Bundesamt hat eine Überbelegungsquote von Wohnraum bei 6,7 % der Bundesbürger festgestellt. Damit liegt Deutschland deutliche unter dem Durchschnitt von 17 % für alle EU-Staaten. Die Quote bei den armutsgefährdeten Bürgern liegt allerdings mit 20 % deutlich höher.

Überbelegung ist Definitionssache

Wohnraum immer öfter überbelegt

Wohnraum immer öfter überbelegt
Foto: Jerzy / pixelio.de

Als überbelegt gelten Wohnungen dann, wenn einer erwachsenen Person bzw. einem erwachsenen Paar kein eigenes Zimmer zur Verfügung steht. Gleichgeschlechtliche Geschwister können zu zweit bis zum 18. Lebensjahr in einem Zimmer wohnen, Jungen und Mädchen jedoch nur bis zum 12. Lebensjahr. Mehr als zwei Kinder sollten sich hingegen nicht dasselbe Zimmer teilen müssen.

Besonders arme Menschen leben beengt

Als Ursache für die wachsende Überbelegung macht das statistische Bundesamt die steigenden Mietpreise vor allem in den Ballungsräumen verantwortlich. Dies habe zur Folge, dass insbesondere Menschen mit geringem Einkommen auf günstigen und damit häufig beengten Wohnraum zurückgreifen müssten. Vor allem armutsgefährdete Menschen mit einem maximalen Nettoeinkommen von 952 Euro lebten daher fünf Mal häufiger in überbelegten Wohnungen, als Besserverdienende.

Wohnraum in Deutschland noch großzügig bemessen

Vergleichsweise viel Platz haben die Menschen in den skandinavischen Ländern. Auch die Niederlande hat mit gerade einmal 2 % eine sehr geringe Überbelegungsquote vorzuweisen. Beengter geht es hingegen in den osteuropäischen EU-Staaten zu. Hier ist Rumänien der traurige Spitzenreiter. 2011 musste jeder zweite Rumäne in zu beengten Wohnverhältnissen leben.


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