Strompreise sinken seit dem Jahr 2014 um ein Prozent

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ermittelt für das Jahr 2015 verglichen zum Vorjahr 2014 einen leichten Rückgang der Strompreise. Gründe hierfür seien zu einem die gesunkenen Beschaffungskosten der Vertriebe im Großhandel. Zudem wurde der Strompreis durch eine Verringerung der EEG-Umlagen günstiger.

Laut einer Studie des BDEW zahlte ein deutscher Haushalt mit drei Personen im Jahr 2014 bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden etwa 85 Euro pro Monat. Die vom BDEW aktuell ermittelten Zahlen zeigen für einen Durchschnittshaushalt im Jahr 2015 eine minimale Abnahme der Strompreise um ein Prozent auf 84 Euro pro Monat. Pro Kilowattstunden zahlen die Verbraucher einen Preis von rund 30 Cent, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.

Steuern, Abgaben und Umlagen für Haushalte

Steuern, Abgaben und Umlagen für Haushalte

Der Strompreis war bei einem Dreipersonenhaushalt im Jahr 2000 mit etwa 40,66 Euro bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden noch um die Hälfte günstiger als im Jahr 2015. Seit dem Jahr 2000 ist ein kontinuierlicher Anstieg der Strompreise bei einem Durchschnittshaushalt bis zum Jahr 2014 im Schaubild des BDEW erkennbar.

Hinsichtlich der Förderung von erneuerbaren Energien zahlen die Verbraucher zirka 18 Euro pro Monat. Umgerechnet ist das rund ein Fünftel der monatlichen Stromrechnung, die von den Verbrauchern getragen werden müssen.

Ökostrom-Umlagen, Konzessionsabgaben und staatliche Steuern machen ungefähr 52 Prozent des Strompreises aus, das sind umgerechnet etwa 44 Euro der monatlichen Stromkosten. Kritik bezüglich der Stromentwicklung gibt es von den Verbraucherschützern. Sie kritisieren, dass die Stromversorger im Großhandel die gesunkenen Einkaufspreise dank Solar- und Windstrom nur unzureichend den Kunden weitergegeben haben.

Neben den Strompreisen für einen Durchschnittshaushalt sank auch die Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien von 6,24 Cent auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde. Für den Monat März ergab sich ein Plus von mehr als 4 Milliarden Euro bezüglich der Umlage für erneuerbare Energien. Experten erwarten für das Jahr 2016 einen erneuten Preisrückgang der Umlage.


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