Steigender Bedarf an Wohnfläche

Seit Jahren steigt die Pro-Kopf-Wohnfläche in Deutschland an. Laut einer Prognose des Forschungsinstituts empirica wird sich dieser Trend weiter fortsetzen und gerade in den neuen Bundesländern für einen deutlichen Zuwachs sorgen.

Die Daten aus dem Jahr 2005 zeigen noch deutliche Unterschiede zwischen den durchschnittlich 46 Quadratmetern an Wohnfläche pro Kopf in Westdeutschland und den 38 Quadratmetern in Ostdeutschland. Heute haben die neuen Bundesländer bereits deutlich aufgeholt. Aktuell liegt der Wert dort bereits bei 43 Quadratmetern, in den alten Bundesländern bei rund 47 Quadratmetern. Die Hochrechnung der Marktforscher zeigt, dass im Jahr 2030 der Mehrbedarf an Wohnfläche im Westen nicht mehr vorhanden sein wird. Mit geschätzten 54 Quadratmetern würde dann die Pro-Kopf-Wohnfläche im Westen sogar um einen Quadratmeter geringer sein, als bei den 55 Quadratmetern im Osten des Landes.

Wohnfläche pro Kopf steigt

Wohnfläche pro Kopf steigt
Foto: wobigrafie / pixelio.de

Triebfeder dieses Trends zu mehr Wohnfläche pro Bewohner ist zum einen die steigende Anzahl an Ein- und Zwei-Personen-Haushalten. Dies liegt zum Teil am demographischen Wandel, durch den sich der Anteil älterer Menschen an der deutschen Bevölkerung immer mehr erhöht. Da die meisten Senioren alleine oder zu zweit wohnen, trägt diese Entwicklung nicht unerheblich zum Trend zu den kleineren Haushalten bei. Pro Person kommt man hier jedoch auf mehr Quadratmeter, als in Wohnungen für Familien mit zwei oder mehr Kindern. Ein- und Zwei-Personen-Haushalte machen heute drei Viertel aller Haushalte aus, vor 20 Jahren waren es nur knapp zwei Drittel.

Ein- und Zwei-Personen-Haushalte nehmen zu

Ein- und Zwei-Personen-Haushalte nehmen zu
Quelle: LBS / empirica

Ein weiterer Faktor, der die steigende Quadratmeterzahl pro Person beeinflusst, ist der Wunsch nach mehr Platz für die eigene Entfaltung. Selbst Studenten begnügen sich heute nur noch selten mit Ein-Zimmer-Wohnungen. Gerade bei Wohneigentum veranschlagen die Besitzer bei der Suche nach der richtigen Immobilie eher mehr Platz, als zu beengt zu wohnen. Im Vergleich ist ein Eigenheim derzeit mit durchschnittlich 121 Quadratmetern deutlich großzügiger bemessen, als eine Mietwohnung mit durchschnittlich 69 Quadratmetern.


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