Niedrige Hypothekenzinsen verlängern die Tilgungsdauer

Die anhaltend niedrigen Zinsen für Baufinanzierungen ermöglichen vielen Familien den Weg ins Eigenheim, die sich zuvor vielleicht keine eigene Immobilie leisten konnten. Niedrige Hypothekenzinsen haben aber auch den Effekt, dass sich bei gleicher anfänglicher Tilgungsrate die Tilgungsdauer verlängert.

Die früher übliche anfängliche Tilgung von einem Prozent für Baufinanzierungen ist heute kaum noch ratsam. Immobilienkäufer würden an einem solchen Darlehen oft bis ins Rentenalter hinein abbezahlen. Wer sein Immobiliendarlehen in einem überschaubaren Zeitraum zurückgezahlt haben möchte, sollte heutzutage mit rund zwei bis vier Prozent Tilgung rechnen.

Wer eine Baufinanzierung mit einer geringen Tilgungsrate abschließt, der muss einerseits relativ jung sein und sich auf der anderen Seite Gedanken um die Zinsentwicklung machen. Es werden bereits Zinsbindungen von bis zu 30 Jahren angeboten, diese sind aber mit einem relativ hohen Zinsaufschlag verbunden. Wer eine Anschlussfinanzierung benötigt, der muss mit dem Risiko leben, dass sich die Zinssätze für Baufinanzierungen unter Umständen nach Ablauf des ersten Immobiliendarlehens erheblich verteuert haben werden. Aus diesem Grund sollte keine zu kurze Festschreibungszeit gewählt werden und auch kein zu niedriger Tilgungssatz vereinbart werden.

Die Übersicht zeigt die Dauer bis zur vollständigen Tilgung einer Baufinanzierung bei verschiedenen Zinssätzen und anfänglichen Tilgungssätzen:

Tilgungsdauer

Tilgungsdauer Quelle: Eigene Berechnung von Baufinanzierungen.org


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