Nachfrage nach Immobilien in mittelgroßen Städten steigt

Bereits seit Jahren strömen immer mehr Kapitalanleger auf den Immobilienmarkt. Das Angebot an Immobilien in den großen Städten ist derzeit so gut wie erschöpft. Nun hat der Immobilienboom auch die mittelgroßen Städte erreicht und sorgt dort für steigende Preise und ein sinkendes Angebot.

Anzahl verkaufter Wohnungen in großen Städten sinkt

Aufgrund der mittlerweile stark gestiegenen Preise ist im vergangenen Jahr die Anzahl der verkauften Eigentumswohnungen in den großen Ballungszentren zurückgegangen. Dabei sanken sowohl die Käufe von selbst genutztem als auch von Anlegern erstandenen Wohneigentum. Am stärksten betroffen war hierbei Düsseldorf, wo die Verkäufe um ganze 22,4 Prozent auf nur noch 2871 Wohneinheiten im Jahr 2012 zurückgingen. In München sank die Zahl um 12,4 Prozent auf 13.160 Eigentumswohnungen. Dieser Trend lässt sich für alle Großstädte feststellen.

Neubau kann Nachfrage nicht decken

Der Grund der schrumpfenden Verkäufe liegt dabei aber nicht in einer gesunkenen Nachfrage nach Wohneigentum. Der Immobilienmarkt erfreut sich bei Kapitalanlegern ungebrochener Beliebtheit. Seit der Finanzkrise gab es sogar einen regelrechten Boom auf Wohnimmobilien, da die Baugeldzinsen in Deutschland aufgrund hoher ausländischer Investitionen in Bundesanleihen und deutsche Pfandbriefe auf einem sehr niedrigen Niveau liegen. Auf der Angebotsseite sind allerdings immer weniger Objekte vorhanden. Der Wohnungsneubau und der Anteil an Bestandswohnungen kann die hohe Nachfrage nicht decken. Auch die Preise auf dem Wohnungsmarkt haben aufgrund der großen Immobiliennachfrage stark angezogen.

Mittelgroße Städte Ziel für Kapitalanleger

Hohe Nachfrage nach Wohneigentum in mittelgroßen Städten

Hohe Nachfrage nach Wohneigentum in mittelgroßen Städten wie Leipzig
Foto: johannes vortmann / pixelio.de

Die Folge davon ist, dass Kapitalanleger vermehrt in den mittelgroßen Städten auf die Suche nach einträglichen Objekten gehen. In den großen Städten sinken mit den steigenden Preisen auch die zu erwartenden Renditen. In mittelgroßen Städten seien hier noch bessere Geschäfte zu machen. In Halle an der Saale stieg die Anzahl der Wohnimmobilienverkäufe im Jahr 2012 um satte 131 Prozent auf 624 Einheiten im Vergleich zu 270 verkauften Wohnungen im Jahr 2011 an. Auch in Regensburg, Leipzig, Nürnberg und Hannover konnte ein Anstieg bei den Wohnungsverkäufen verzeichnet werden. Günter Vornholz, Professor für Immobilienökonomie an der EBZ Business School in Bochum bezeichnet diese Entwicklung als „den klassischen Verlauf eines Immobilienbooms“.


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