Heizkosten in Gemeinschaftsräumen müssen von Mietern übernommen werden

Laut der Heizkostenverordnung müssen die gesamten Heizkosten aufgeteilt werden. Ein Teil der Heizkosten wird nach einem festen Maßstab verteilt. Die anderweitig anfallenden Heizkosten werden nach dem Verbrauch verteilt und mit Hilfe von Heizkostenverteiler sowie andere Messinstrumente ermittelt.

Zu dem von Heizkostenverteiler ermittelten Verbrauch zählen die Kosten des Warmwasserverbrauchs, wenn diese nicht bei den übrigen Betriebskosten berücksichtigt wurden. Weitere anfallende Kosten sind die Grundgebühren und die Zählermiete sowie die Kosten bei Verwendung von Zwischenzählern die von den Mietern getragen werden müssen. Mieter müssen auch für den Betrieb einer hauseigenen Wasserversorgungsanalage aufkommen. Die Vermieter ist verpflichtet Erfassungsgeräte in den Wohnungen zu installieren, weil die Mieter einen Anspruch auf eine Abrechnung über Erfassungsgeräte haben.

Die Heizkostenverordnung schreibt eine Sonderregelung vor, wenn der anteilige Wärmeverbrauch nicht durch Erfassungsgeräte ermittelt werden kann. Der Wärmeverbrauch wird dann mit mindestens 50 Prozent und maximal 70 Prozent von den Gesamtkosten auf die Mieter verteilt.

Auch für die Abrechnung der Warmwasserkosten gilt eine Sonderregelung, sofern diese sich nicht ordnungsgemäß ermitteln lassen. Von den Gesamtkosten sind mindestens 50 Prozent und höchsten 70 Prozent des Warmwasserverbrauchs auf die Mieter zu verteilen, wenn diese sich unabhängig von der Heizungsanlage versorgen. Pauschal dürfen bis zu 18 Prozent des gesamten Brennstoffverbrauchs verlangt werden, wenn die Wärmemenge bezüglich der Versorgung mit Warmwasser nicht messbar ist.

Der Deutsche Mieterbund (DMB) teilt mit, dass Mieter die Heizkosten in Gemeinschaftsräumen übernehmen müssen. Dies trifft zu, sofern Hausflure, Treppenhäuser oder Partyräume mit Heizkörper ausgestattet sind. In Gemeinschaftsräumen muss der Vermieter keine Erfassungsgeräte für den Verbrauch anbringen. Wenn Heizkosten in Gemeinschaftsräumen entstehen, dann fließen diese in den Gesamtverbrauch des Hauses ein. Die entstandenen Heizkosten werden dann anteilig auf alle Mieter des Hauses aufgeteilt.

Eine Ausnahme gibt es bei Gemeinschaftsräumen mit hohen Wärme- oder Wasserverbrauch. Nach Heizkostenverordnung werden die Kosten für Schwimmbäder, Saunas oder aber auch Tiefgaragen von den übrigen Heizkosten getrennt erfasst. Eine Verteilung der Kosten auf alle Mieter erfolgt dann, wenn dies im Mietvertrag vereinbart wurde. Die Verteilung der anfallenden Kosten orientiert sich an der Personenzahl oder an die Wohnungsgröße. Grundsätzlich gilt dass alle Kosten gemäß der getroffenen Vereinbarung abgerechnet werden sofern diese vom gesetzlichen Rahmen gedeckt sind.


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