G7 Gipfel: Staatschefs arbeiten an Klimazielen

G7 Gipfel: Staatschefs arbeiten an Klimazielen, die bis Ende des Jahrhunderts gelten sollen. Am Sonntag und Montag hatten sich die Staatschefs von Deutschland, USA, Japan, Großbritannien, Kanada und Frankreich zu einem G7-Gipfeltreffen auf dem Schloss in Elmau getroffen.

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten einigten sich auf ein verbindliches Zwei-Grad-Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung gemessen an der vorindustriellen Zeit. Nach Aussagen der Bundeskanzlerin von Deutschland soll gemeinsam mit den anderen G7-Ländern der Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Ende des Jahrhunderts auf nahezu null reduziert werden. Zusätzlich wollen die G7-Länder mit einem Aktionsplan gegen die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll vorgehen.

Viele Experten sind der Meinung, dass das Zwei-Grad-Ziel nicht realistisch sei, da der Treibhauseffekt die Lufttemperatur auf der Erde um bis zu knapp 4,5 Grad Celsius erhöhen könnte. Zudem wäre laut der Umweltorganisation Germanwatch bislang kein einziges Land auf dem Weg, einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Des Weiteren erschwert China das Ziel der Klimawende, weil das Land erst ab 2030 mit der Reduzierung der CO2-Ausstöße beginnen will. In Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien kommen weiterhin neue Kohlekraftwerke zum Einsatz. Kritisiert wird, dass Wind- und Solaranlagen alleine den Energiehunger dieser Wirtschaftsnationen nicht stillen können.

Im Dezember 2015 werden die G7-Länder ihre Verpflichtungen für eigene Klimabeiträge bei der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris abgeben. Für Entwicklungsländer ist die Einrichtung eines Fonds vorgesehen. Dieser Fonds soll von den G7-Staaten ab 2020 jährlich mit etwa 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Mitteln gefüllt werden. Bis zum Jahr 2050 setzen sich die G7-Staaten das Ziel, die CO2-Emmissionen um etwa 40 bis 70 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 zu verringern. Zirka 190 Staaten sollen zum Klimagipfel in Paris Ende 2015 einen Weltklimavertrag unterzeichnen. Wissenschaftler sagen, die zusätzliche Erwärmung der Atmosphäre müsse unter zwei Grad gehalten werden, da sonst Wirbelstürme, steigende Meeresspiegel die Folge einer überhöhten Erderwärmung sein könnten.


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