Eigenkapital bei Baufinanzierungen

Das verfügbare Eigenkapital spielt eine sehr wichtige Rolle beim Abschluss von Baufinanzierungen. Trotz niedriger Zinsen fallen mit wenig oder ganz ohne Eigenkapital deutlich teurere Zinsen an, als wenn genügend Kapital sowie Rücklagen für die Baufinanzierung vorhanden sind.

Mehr Eigenkapital ist immer besser

Eigenkapital bei Baufinanzierungen

Eigenkapital bei Baufinanzierungen
Foto: Uwe Schlick / pixelio.de

Jedem zukünftigen Hauseigentümer ist klar, dass sich mehr Eigenkapital positiv auf eine Finanzierung auswirkt. Die günstigsten Zinsen für Baufinanzierungen bekommen diejenigen Bauherren, die ca. 20 bis 30 Prozent der Kosten ihrer Immobilie selbst aufbringen können. Die Gründe hierfür liegen klar auf der Hand: Bei einem vorzeitigen Verkauf der Immobilie kann so mit dem Verkaufswert der noch laufende Immobilienkredit abbezahlt werden. Dies bietet den Banken Sicherheit, schützt aber auch die Eigentümer vor der drohenden Insolvenz. In den vergangenen Jahren ist der Anteil des investierten Eigenkapitals bei Baufinanzierungen außerdem kontinuierlich angestiegen.

Mindestanteil Nebenkosten

Als Mindestanteil des Eigenkapitals an Baufinanzierungen wird die Summe der Nebenkosten für die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten und die Kosten für den Grundbucheintrag sowie evtl. anfallende Maklergebühren angesehen. Diese beim Erwerb oder Bau einer Immobilie anfallenden Kosten, sollten nicht in die Baufinanzierungssumme mit eingerechnet werden, sondern aus angesparten eigenen Finanzmitteln bestritten werden, da diese beim Verkauf der Immobilie nicht wieder reingeholt werden können. Ist weniger Eigenkapital vorhanden, fallen die Zinssätze für Baufinanzierungen deutlich höher aus, da von den Banken ein Risikozuschlag erhoben wird. Vollfinanzierungen von Immobilien sind zwar heutzutage ebenfalls möglich, ob Banken diesen zustimmen hängt allerdings stark von der individuellen Bonität der Kunden ab.

Eigenkapital durch Eigenleistungen ersetzen

Die Möglichkeit einen Teil des Eigenkapitals bei Baufinanzierungen durch Eigenleistungen zu ersetzen, nutzen viele Bauherren oder Eigentümer, die ihre Immobilie renovieren möchten. Banken erkennen allerdings in der Regel maximal 15 Prozent der Baukosten als Eigenleistung an. Dieser Prozentsatz sollte allerdings nicht überschätzt werden, denn effektiv werden häufig nicht mehr als 5 bis 10 Prozent der Bausumme tatsächlich eingespart werden. Nicht jeder kann wenn es dann soweit ist, sein Bad selbst fliesen oder den Teppichboden fachgerecht verlegen und lässt dann trotzdem einen Fachmann an die Arbeit. Es lässt sich also durchaus benötigtes Eigenkapital durch erbrachte Eigenleistungen ersetzen, allerdings sollte man den Anteil dieser Summe an der Baufinanzierung nicht überschätzen. Knapp kalkulierte Baufinanzierungen sollten nicht allein durch Eigenleistungen in den finanzierbaren Bereich gebracht werden, denn sonst fehlen Rücklagen für unerwartete Kosten.


© Copyright 2013 Baufinanzierungen.org. Dieser Artikel ist urheberrechtlich geschützt und wurde geschrieben für Baufinanzierungen.org

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *