Der Keller beim Hausbau

Wer ein neues Haus bauen möchte, der muss sich entscheiden, ob er einen Keller benötigt oder auf diesen verzichten kann. Im Allgemeinen hat ein Untergeschoss jedoch mehr Vor- als Nachteile. Der Gewinn an Nutzfläche ist im Vergleich zu den Mehrkosten gegenüber einem Neubau ohne Keller sehr groß.

Die durchschnittlichen Kosten für den Kellerbau sind dabei geringer, als man im ersten Moment denken würde. Ausschlaggebend ist vor allem die Tatsache, dass eine Bodenplatte bzw. ein Fundament in jedem Fall benötigt wird. Die eigentlichen Kosten entfallen also lediglich auf den Aushub und die Kellerwände. Insgesamt verursacht ein Keller ca. 200 bis 400 Euro Mehrkosten pro Quadratmeter im Vergleich zum Bau ohne Unterkellerung. Im Schnitt kann man mit 10 Prozent der Baukosten ohne Keller rechnen. Die genauen Preise richten sich dabei nach der Bodenbeschaffenheit und, im Falle von drückendem Grundwasser, der Art der Kellerwanne. Die kostengünstigste Lösung für den Schutz vor eindringendem Grundwasser ist in der Regel eine sogenannte weiße Wanne. Die Außenwände des Kellers werden hierbei aus wasserundurchlässigem Beton errichtet.

Der große Vorteil von Kellerräumen ist es, dass hier Räume untergebracht werden können, die in den Wohnetagen nur unnötig Platz wegnehmen. Vor allem die Heizungsanlage, der Technik und den Hausanschlüssen lassen sich im Keller auch ein Waschraum und Lagerraum für Dinge einrichten, die man nicht alltäglich benötigt. Hierzu zählen vor allem Winterreifen oder auch Gartenmöbel. Mittlerweile müssen Kellerräume auch nicht mehr dunkel und muffig sein. Wir der Keller klug geplant, lassen Lichtschächte genügend Helligkeit hinein, um auch als Wohnräume genutzt werden zu können. Hobbyräume, ein Gästezimmer oder die Zimmer der älteren Kinder sind hier die häufigsten Nutzungsmöglichkeiten für die Kellerräume. Ein Ausbau des Kellers für Wohnzwecke muss dabei nicht sofort beim Hausbau erfolgen, man sollte diesen jedoch bereits im Hinterkopf haben, um so für ausreichende Dämmung, Heizmöglichkeiten und die passenden doppeltverglasten Fenster zu sorgen.

Wer clever plant kann auch eine Einliegerwohnung in den Kellerräumen unterbringen. Dies biete sich jedoch hauptsächlich für Hochkeller an, bei denen das Basisgeschoss etwa 50 bis 80 Zentimeter höher liegt. Bei dieser Lösung fällt außerdem weniger Aushub an und es lassen sich leichter Fenster für den Keller einbauen. Für den Fall eines Verkaufs des Hauses, werden Häuser mit Keller von Maklern außerdem als leichter verkäuflich eingestuft. Der Wert des Hauses steigt außerdem durch die Unterkellerung, da mehr Nutzfläche vorhanden ist. Wer also aus Kostengründen auf einen Keller beim Neubau verzichtet, der mindert unter Umständen den Wert seines Hauses und verschwendet unnötig Wohnraum für Haustechnik, Hauswirtschaft und Lagerung. In der Regel rechnet sich die Mehrausgabe für den Keller beim Hausbau.


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