Bei Wohnungskauf die Gemeinschaftsordnung beachten

Wer sich eine Wohnung kaufen möchte sollte dabei auf einige Dinge achten.
Besonders wird in erster Linie auf die Wohnung an sich geachtet. Damit ist z.B. die Größe der Räume gemeint, aber auch die Lichtverhältnisse und wie die Fenster angeordnet sind, sodass man genug Platz für Möbel und Schränke hat, dabei noch genug Freiraum für sich besitzt und auch genug Licht in den Zimmern hat.
Ein anderer Punkt ist die Gegend, in der man die Wohnung kauft. Hierbei zählen besonders Lärmpegel und Anbindungen an den Öffentlichen Verkehr. Dabei sollte man darauf achten, ob es Spielplätze gibt, dies kann sich je nachdem ob man Kinder hat oder nicht, positiv oder negativ für den Kauf sein. Auch Supermärkte und andere Geschäfte, die in der Nähe sind, sind hierbei oft beliebt. Die Bahn oder Busanbindung sollte auch nicht allzu weit entfernt sein, auch wenn man ein Auto besitzt, ist dies meist von Vorteil. Eine Wohnung in der Innenstadt wird  oftmals auch gesucht, doch hierbei gibt es oft die Nachteile, dass es sehr laut sein kann durch ständig fahrende Autos, auch Parkplätze sind hier öfters Mangelware. Zudem sind auch die Kosten für einen Dauerparkplatz höher.

Zudem ist es auch eine Frage, ob der Weg zur Arbeit positiv kürzer wird wenn man in der Stadt lebt, auch dies ist oftmals der Fall und zeigt sich dann wiederrum an dem niedrigeren Spritkosten.

Bei einem Wohnungskauf sollte man aber auch die Nachbarn sowie die Regeln für das Haus beachten. Da es schon oftmals zu Problemen kam, dass alle Eigentümer die entstehenden Kosten am Haus verpflichtend zu tragen haben, werden diese dann gleichmäßig aufgeteilt. Ist die Mehrheit für eine Änderung am Haus, muss jeder dafür mit bezahlen. Dies kann eine Sanierung, aber auch schon ein neuer Anstrich sein. Wobei man gerichtlich entscheiden lassen kann, ob solche Ausgaben zurzeit wirklich notwendig sind. Problematisch ist hierbei nur, wenn man gerade erst die Wohnung bezahlt hat und schon neue Kosten auf einen zukommen. Auch eine Gerichtliche Auseinandersetzung mit den neuen Nachbarn ist wohl bei niemanden der Wunsch, wenn man gerade in die neue Wohnung gezogen ist.

Um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen, sollte man sich die Gemeinschaftsordnung genau anschauen. Hier sind alle Regeln für das Zusammenleben mit den anderen Wohnungsbesitzern niedergeschrieben. Somit kann man vielen Problemen aus dem Weg gehen und nochmals besser den Kauf überdenken, bevor man sich dann letztendlich entscheidet, ebenso sind die letzten Versammlungsprotokolle von Wichtigkeit.

Viele sehen die Gemeinschaftsordnung als unzureichend, da dies eigentlich ein ganzes Buch sein sollte und somit den reibungslosen Ablauf bestimmt und viele Streitigkeiten beseitigt. In der Regel ist sie öfter sehr kurz gehalten. Jedoch sollten hier viele Unstimmigkeiten beseitigt werden, z.B. welche Dinge der ganzen Gemeinschaft gehören und welche nur einem Wohnungsbesitzer alleine. Fenster z.B. haben auch vom Aussehen her einen Nutzen, somit sind sie eigentlich für die gesamte Gemeinschaft wichtig, deshalb ist es oftmals so geregelt, dass alle einen Betrag für ein neues Fenster dazulegen. Bei solchen Angelegenheiten können schnell einmal Meinungsverschiedenheiten auftreten und das man auch friedlich miteinander auskommt und nicht jeder seine Meinung durchsetzt, wie er es für richtig hält, gibt es dieses Regelwerk. Es kann auch vorkommen, dass darin steht, dass die Fenster nicht nur in den Fluren sondern auch in allen Wohnungen diese komplett ersetzt werden müssen.

Die  Wohnungsbesitzer haben mit den neuen Fenstern dann mehr Möglichkeiten, als nur den besseren Anblick. Weigern sich hierbei manche, kann dies auch zu Ungleichheit führen und besonders ein friedliches und freundliches Zusammenleben stören.
In vielen der Probleme und Fragen gibt es kein richtig oder falsch, es ist hierbei einzig und allein richtig, was in der Gemeinschaftsordnung steht, da diese eigentlich jedem Wohnungsbesitzer ausgehändigt wird und er diese selbstverständlich auch akzeptieren sollte, bevor er die Wohnung kauft. Die anfallenden Fragen können hierbei stark umfangreich sein und deshalb reicht für viele das Regelbuch nicht aus, da es nicht immer alle Themen und Probleme logisch aufklärt, sodass man diese Regeln als Lösung nicht immer verwenden kann.

Auch Regeln die die Gemeinschaft nicht untereinander sondern nur jeden Wohnungsbesitzer an sich betreffen sind in der Gemeinschaftsordnung vermerkt. Beispielsweise ist auch darin vermerkt, ob man seine Wohnung auch gewerblich nutzen darf, auch die Vermietung an eine weitere Person ist nicht selbstverständlich. Hierbei kann die Gemeinschaftsordnung auch aufschlussreich sein. Es können somit nicht nur Probleme entstehen, wenn eine Reparatur ansteht, sondern auch durch Unwissenheit des Wohnungsbesitzers.

Im Prinzip ist es eher ein Leitfaden und hilfreich eine schnelle Lösung zu finden, sollte aber etwas nicht darin vermerkt sein, so ist der beste Weg die Einsicht, um ein weiterhin gutes Zusammenleben zu garantieren.
Liest man sich die Gemeinschaftsordnung vor dem Kauf nicht sorgfältig durch, so kann dies später zu einem großen Nachteil werden. Auch unklare Regelungen sollte man beachten und sich erklären lassen, sonst können auch diese später gefährlich werden, da sie genau so gültig sind, auch wenn sie vielleicht für den ein oder anderen unklar formuliert sind.

Je nachdem kann sich dies natürlich auch negativ auf den Wohnungskauf auswirken und man entscheidet sich wegen der Gemeinschaftsordnung für eine andere Wohnung.

Natürlich bezahlt man eine Wohnung nicht durch ein Monatliches Gehalt, oftmals wird hierfür ein Darlehen aufgenommen und davor auch viel zusammengespart, um besser abgesichert zu sein.
Deshalb sollte man vor einem Kauf auch das Haus einmal begutachten und sich viele Fragen überlegen, die nicht erst später geklärt werden sollten.
Gerade bei Sanierungen und Schäden am Haus, die evtl. kurz nach dem Einzug ausgebessert werden sollen, kann nochmals viel Geld verloren gehen. Wenn dies der Fall ist, sollte man es sich nochmals mit der Wohnung überlegen, da man erst für die Wohnung und dann sofort für eine Sanierung bezahlt, die alle Bewohner betrifft. Dies führt dann oftmals zu einem zweiten Darlehen und zusätzlich zu Schulden, natürlich ist das bei niemand der Traum vom Eigenheim.

Es können schnell von heute auf morgen Schäden entstehen, gerade an der Technik im Haus kann immer ein Ausfall vorkommen, sodass das Gerät danach ersetzt werden muss. Jedoch ist dies wesentlich günstiger als bei einer kompletten Sanierung mitzuzahlen, die noch dazu im Voraus bekannt war.

Beachtet man jedoch die Aspekte, so kann es zu einem positiven Start mit der neuen eigenen Wohnung kommen, ohne sich größere Probleme aufzuladen.


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