Außenanlagen als Teil der Baunebenkosten

Wer ein Haus baut, der muss mit vielen Arten von Nebenkosten rechnen, die mit dem eigentlichen Hausbau nichts zu tun haben. Gerade die Gestaltung des Grundstücks rund ums Haus wird oft bei der eigentlichen Berechnung der Baunebenkosten vergessen, was teure Nachfinanzierungen zur Folge haben kann.

Für die Gestaltung der Außenanlagen sollten Bauherren, bei der Berechnung der benötigten Baufinanzierungs-Summe, etwa 5 Prozent zusätzlich zur eigentlichen Bausumme veranschlagen. Mit diesem Geld werden elementare Dinge wie Rasen und sonstige Bepflanzungen, der Zaun um das Grundstück, Stellflächen für Autos und die Terrasse bezahlt, aber auch der Swimmingpool, der Gartenteich oder das Baumhaus für die Kinder müssen hier mit berücksichtigt werden. Daher sollte hier bereits bei der Hausplanung der Garten mit geplant werden, um entsprechende Kosten genauer kalkulieren zu können und bei der Finanzierung ebenfalls zu berücksichtigen.

Rasenfläche

Für eine schöne, ebene Rasenfläche sollte die obere Schicht abgetragen und durch Mutterboden ersetzt werden, der locker verteilt und anschließend geebnet werden muss. Wie bei fast allen Arbeiten rund ums Haus, variieren auch die Kosten für die Rasenfläche mit der erbrachten Eigenleistung. Gerade beim Rasen gibt es außerdem verschiedene Möglichkeiten, die sich ebenfalls stark in den Kosten unterscheiden. Eine mittels Grassamen eingesäte Rasenfläche ist wesentlich weniger aufwändig zu begrünen, als dies bei Rollrasen der Fall ist. Der Rollrasen macht auch wesentlich mehr Arbeit beim Verlegen, wer sich diese ersparen möchte, muss zusätzlich die Verlegekosten mit einkalkulieren.

Einfriedung des Grundstücks

Gartenzaun als Einfriedung

Ein schöner Gartenzaun wertet das Grundstück nicht nur optisch auf
Foto: Helene Souza / pixelio.de

Auch die Einfriedung des Grundstücks variiert in den Kosten mit der gewählten Ausführung. Ein einfacher Holzzaun oder Hecke mit Thuja-Bäumen ist wesentlich günstiger, als ein Metallzaun oder eine Abgrenzung durch eine Natursteinmauer. Bei der Einfriedung zu angrenzenden Grundstücken sollte man sich außerdem mit den Nachbarn absprechen. An der Straßenseite muss man außerdem die Kosten für ein Tor für die Zufahrt zum Autoabstellplatz mit einkalkulieren.

Pflasterarbeiten

Der Abstellplatz selbst, Zugangs- und Zufahrtswege sowie eine Terrasse müssen außerdem gepflastert oder anderweitig befestigt werden. Auch hierfür fallen Kosten für das verwendete Material selbst an, aber auch der Untergrund muss entsprechend vorbereitet werden. Die eigentlichen Verlegearbeiten sollten in den meisten Fällen einer Fachfirma überlassen werden. Ein Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich hierbei in jedem Fall, da auch regional starke Unterschiede in den Kosten entstehen können.

Wertsteigerung und Wohlbefinden

Auch die Ausstattung des Gartens mit bestimmten Pflanzen, Gartengerätschaften, Gartenmöbeln, Gartenhaus, Kinderspielgeräten, Schwimmbecken und Gartenteich bedeutet noch einmal Kosten, die sich aufsummieren und durchaus einen großen Posten der Gesamtkosten ausmachen können. Viele dieser Ausgaben lassen sich allerdings auch nach hinten schieben. Deren Vorhandensein trägt aber viel zum Wohlbefinden im eigenen Garten bei und steigert den Wert des Objekts enorm. Diese Ausgaben sollten wenn möglich ebenfalls bereits bei der anfänglichen Planung des Außenbereichs des Eigenheims und der Kalkulation der Kosten mit berücksichtigt werden, um sich schnell heimisch fühlen zu können.


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